Statuten

§ 1

Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

(1) Der Verein führt den Namen 100% Sport
(2) Er hat seinen Sitz in 1040 Wien, Prinz-Eugen Straße 12, und erstreckt seine Tätigkeit in Umsetzung von gesamtösterreichischen Vorhaben über das gesamte Bundesgebiet Österreich.

§ 2

Vereinszweck

Der Verein, dessen Tätigkeit gemeinnützig, überparteilich und daher nicht auf Gewinn ausgerichtet ist und durch die Einrichtung eines Office und Beschäftigung von Personen durchgeführt wird, dient zur Umsetzung von Gender Mainstreaming im österreichischen Sport und dient im Besonderen:

(1) Förderung der Geschlechter-Gleichstellung in allen sportlichen Belangen, wie
a. Besetzung von Sportgremien: ausgewogene Besetzung der Gremien durch Männer und Frauen.
b. Medienpräsentation: gendergerechte Präsentation und Bewertung der sportlichen Leistungen von Frauen und Männern.
c. Ressourcenverteilung: gendergerechter Zugang zu Sportarten, Ressourcen, wie z.B. Sportstätten, Preisgelder bei Wettkämpfen, und gendergerechtes Entgelt (2) Prüfstelle für Gender Mainstreaming Projekte im österreichischen Sport
(3) Anlaufstelle bei sexueller Belästigung im Sport

§ 3

Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes

(1) Ideelle Mittel:
a) Ausbildungen, Fortbildungen, Schulungen im Rahmen des Vereinszweckes.
b) Seminare, Vorträge, Versammlungen, Diskussionen und sonstige Veranstaltungen im Rahmen des Vereinszweckes.
c) Betreuung, Beratung, Führung, Qualitätskontrolle und Evaluierung der zur Erreichung des Vereinszweckes umgesetzten Maßnahmen und Projekte.
(2) Materielle Mittel: Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch
a) Subventionen, Förderungen seitens des für Sport zuständigen Bundesministeriums, öffentlicher Stellen und Gebietskörperschaften, und Zuwendungen sonstiger öffentlicher Einrichtungen.
b) Sammlungen, Schenkungen, Spenden, Sponsoring, Stiftungen, Vermächtnisse, Zinserträge und sonstige Zuwendungen.
c) Eingänge aus Veranstaltungen, Publikationen, ehrenamtlicher Tätigkeit und sonstigen Aktivitäten.

§ 4

Verwendung der Mittel des Vereins

Die Mittel des Vereins dürfen nur für die in der Satzung angeführten Vereinszwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins dürfen keine Gewinnanteile in ihrer Eigenschaft als Mitglieder und keine sonstigen Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins erhalten. Bei Ausscheiden aus dem Verein und bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins erhalten die Mitglieder keine finanzielle Entschädigung für ihre bisherige Vereinstätigkeit. Die Mittel können auch zur Entlohnung der zur Erfüllung der Vereinszwecke beschäftigten Personen, die mittels freien Dienstvertrages oder Werksvertrages beschäftigt sind, verwendet werden.

§ 5

Arten der Mitgliedschaft

(1) Ordentliche Mitglieder: Bundes-Sportfachverbände in Übereinstimmung mit § 6 (2).

(2) Außerordentliche Mitglieder: Natürliche oder juristische Personen, die zur Verwirklichung des Vereinszweckes beitragen und das Office materiell oder ideell unterstützen.

(3) Ehrenmitglieder: Natürliche Personen, die hierzu wegen besonderer Verdienste um den Verein durch die Generalversammlung auf Vorschlag des Vorstandes ernannt werden.

§ 6

Erwerb der Mitgliedschaft

(1) Mitglieder des Vereines können physische Personen sowie juristische Personen und rechtsfähige Personengesellschaften werden.
(2) Die Aufnahme von ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern erfolgt nach Beschlussfassung durch die Generalversammlung.
(3) Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Antrag des Vorstandes durch die Generalversammlung.

§ 7

Beendigung der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, bei juristischen Personen und rechtsfähigen Personengesellschaften durch Verlust der Rechtspersönlichkeit, durch freiwilligen Austritt und durch Ausschluss.
(2) Der Austritt kann nur mit 31. Dezember jeden Jahres erfolgen. Er muss dem Vorstand mindestens sechs Monate vorher schriftlich mitgeteilt werden. Erfolgt die Anzeige verspätet (Datum der Postaufgabe), so ist sie erst mit nächstem Austrittstermin wirksam.
(3) Die Generalversammlung kann auf Antrag des Vorstandes ein Mitglied wegen grober Verletzung der Mitgliedspflichten und wegen unehrenhaften Verhaltens ausschließen. Eine grobe Verletzung der Mitgliedspflichten stellt auf jeden Fall die Nichtbezahlung des Mitgliedsbeitrages trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung dar.
(4) Mit dem Ausscheiden sind das Einlösen aller Verpflichtungen und das Erlöschen sämtlicher aus der Mitgliedschaft erwachsenen Rechte verbunden.
(5) Die Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft kann von der Generalversammlung über Antrag des Vorstandes beschlossen werden.

§ 8

Rechte und Pflichten der Mitglieder

(1) Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereines teilzunehmen und die Einrichtungen des Vereins zu beanspruchen.
(2) Jedes Mitglied ist berechtigt, vom Vorstand die Ausfolgung der Statuten zu verlangen.
(3) Die Mitglieder sind vom Vorstand über den geprüften Rechnungsabschluss (Rechnungslegung) zu informieren. Geschieht dies in der Generalversammlung, sind die Rechnungsprüfer einzubinden.
(4) Die Mitglieder sind verpflichtet, die Vereinsstatuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten. Sie haben weiters die Interessen des Vereines nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen des Vereines Schaden erleiden könnte.
(5) Ehrenmitglieder können an der Generalversammlung mit beratender Stimme teilnehmen.

§ 9

Vereinsorgane Organe des Vereines sind:

(1) die Generalversammlung (§§10 und 11),
(2) der Vorstand (§§12 bis 14),
(3) die Rechnungsprüfer (§16) und
(4) das Schiedsgericht (§17).

§ 10

Die Generalversammlung

(1) Die Generalversammlung ist die „Mitgliederversammlung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002.
(2) Die ordentliche Generalversammlung findet alle drei Jahre statt.
(3) Eine außerordentliche Generalversammlung findet auf Beschluss des Vorstands, der ordentlichen Generalversammlung oder auf schriftlichem Antrag von mindestens einem Zehntel der ordentlichen Mitglieder einschließlich des stimmberechtigten Vertreters/ der Vertreterinnen der außerordentlichen Mitglieder oder auf Verlangen der Rechnungsprüfer/Rechnungsprüferinnen binnen vier Wochen statt.
(4) Sowohl zu den ordentlichen wie auch zu den außerordentlichen Generalversammlungen sind alle Mitglieder mindestens drei Wochen vor dem Termin schriftlich, mittels Telefax oder per E-Mail (an die vom Mitglied dem Verein bekannt gegebene Fax-Nummer oder E-Mail-Adresse) einzuladen. Die Einberufung der Generalversammlung hat unter Angabe der Tagesordnung durch den Vorsitzenden/die Vorsitzende des Vereins zu erfolgen.
(5) Anträge zur Generalversammlung sind mindestens zwei Wochen vor dem Termin der Generalversammlung beim Vorstand schriftlich, mittels Telefax oder per E-Mail einzureichen.
(6) Gültige Beschlüsse können nur zur Tagesordnung gefasst werden; ausgenommen ist ein Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung.
(7) An der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt.
(8) Stimmberechtigt in der Generalversammlung sind:
a) die ordentlichen Mitglieder mit je 2 Stimmen,
b) die außerordentlichen Mitglieder mit je 1 Stimme.
(9) Die Generalversammlung ist bei Anwesenheit der Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder beziehungsweise ihrer Vertreter/Vertreterinnen beschlussfähig. Ist die Generalversammlung zur festgesetzten Stunde nicht beschlussfähig, so findet die Generalversammlung 15 Minuten später mit derselben Tagesordnung statt, die ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig ist.
(10) Die Wahlen und die Beschlussfassungen in der Generalversammlung erfolgen mit einfacher Stimmenmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen der ordentlichen Mitglieder einschließlich des stimmberechtigten Vertreters /der Vertreterin der außerordentlichen Mitglieder. Bei Stimmengleichheit entscheidet die/der Vorsitzende.
(11) Beschlüsse, mit denen das Statut des Vereins geändert oder der Verein aufgelöst werden soll, bedürfen jedoch einer Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen der ordentlichen Mitglieder einschließlich des stimmberechtigten Vertreters/ der Vertreterinnen der außerordentlichen Mitglieder.
(12) Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der Vorsitzende/die Vorsitzende des Vereins, in dessen/deren Verhinderung der Stellvertreter/ die Stellvertreterin. Wenn auch dieser/diese verhindert ist, so führt der Geschäftsführer/ die Geschäftsführerin den Vorsitz.

§ 11

Aufgaben der Generalversammlung

Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:
a) Entgegennahme des Berichtes des Vorstandes
b) Entgegennahme des Berichtes des Geschäftsführers/der Geschäftsführerin
c) Entgegennahme des Kassaberichts
d) Bericht der Rechnungsprüfer/der Rechnungsprüferinnen
e) Entgegennahme und Genehmigung des Jahresvoranschlages, des Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses
f) Entlastung des Vorstandes
g) Beschlussfassung über Satzungsänderungen
h) Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft
i) Beschlussfassung über die Aufnahme und den Ausschluss von ordentlichen Mitgliedern
j) Bestellung und Abberufung von zwei Rechnungsprüfern/zwei Rechnungsprüferinnen
k) Beratung und Beschlussfassung über Geschäftsordnungen
l) Beratung und Beschlussfassung über sonstiger Anträge
m) Beschlussfassung über die Auflösung des Vereines
n) Wahl, Bestellung und Enthebung der Mitglieder des Vorstandes
o) Genehmigung von Rechtsgeschäften zwischen Vorstandsmitgliedern und Rechnungsprüfer/Rechnungsprüferinnen mit dem Verein
p) Festsetzung der Höhe der Mitgliedsbeiträge für ordentliche und für außerordentliche Mitglieder

§ 12

Der Vorstand

(1) Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Mit Sitz und Stimme:
• Vorsitzender / Vorsitzende,
• Stellvertretender Vorsitzender / Stellvertretende Vorsitzende,
• Schriftführer / Schriftführerin,
• Finanzreferent/Finanzreferentin Personen, die mehrere Funktionen wahrnehmen, kommt nur eine (1) Stimme zu.

Mit Sitz, jedoch ohne Stimme:
• Geschäftsführer/Geschäftsführerin
• wissenschaftlicher Beirat / wissenschaftliche Beirätin
• bei Bedarf weitere Experten / Expertinnen

(2) Die stimmberechtigten Vorstandsmitglieder werden von der Generalversammlung gewählt. Der Vorstand hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitgliedes das Recht, an seine Stelle ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist. Fällt der Vorstand ohne Selbstergänzung durch Kooptierung überhaupt oder auf nicht abschätzbar lange Zeit aus, ist jeder Rechnungsprüfer/jede Rechnungsprüferin verpflichtet, unverzüglich eine außerordentliche Generalversammlung zum Zweck der Neuwahl eines Vorstandes einzuberufen. Sollten auch die Rechnungsprüfer/Rechnungsprüferinnen handlungsunfähig oder nicht vorhanden sein, hat jedes ordentliche Mitglied, das die Notsituation erkennt, unverzüglich die Bestellung eines Kurators/einer Kuratorin beim zuständigen Gericht zu beantragen, der/die umgehend eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen hat.
(3) Die Funktionsdauer des Vorstandes beträgt drei Jahre; eine Wiederwahl ist möglich.
(4) Der Vorstand wird vom Vorsitzenden/von der Vorsitzenden, bei dessen/ihrer Verhinderung von seinem Stellvertreter/ihrer Stellvertreterin, schriftlich oder mündlich einberufen. Ist auch dieser/diese verhindert, darf jedes sonstige Vorstandsmitglied den Vorstand einberufen.
(5) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder geladen wurden und mindestens die Hälfte von ihnen anwesend ist.
(6) In dringenden, unaufschiebbaren Angelegenheiten sind auch vom Vorsitzenden/ von der Vorsitzenden veranlasste Umlaufbeschlüsse in schriftlicher Form möglich. Die formelle Beschlussfassung ist in der nächsten Sitzung des Vorstands vorzunehmen.
(7) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden/der Vorsitzenden den Ausschlag.
(8) Den Vorsitz führt der Vorsitzende/die Vorsitzende; bei Verhinderung sein Stellvertreter/seine Stellvertreterin. Ist auch dieser/diese verhindert, obliegt der Vorsitz dem Geschäftsführer/der Geschäftsführerin.
(9) Außer durch den Tod und Ablauf der Funktionsperiode (§ 12 Abs. 3) erlischt die Funktion eines Vorstandsmitgliedes durch Enthebung (§ 12 Abs. 9) und Rücktritt (§ 12 Abs. 10).
(10) Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder entheben. Die Enthebung tritt mit Bestellung des neuen Vorstandes beziehungsweise Vorstandsmitgliedes in Kraft.
(11) Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktrittes des gesamten Vorstandes an die Generalversammlung zu richten. Der Rücktritt wird mit Wahl beziehungsweise Kooptierung (§12 Abs. 2) eines/einer Nachfolgers/Nachfolgerin wirksam.

§ 13

Aufgaben des Vorstandes

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereines. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:
(1) Erstellung des Jahresvoranschlages sowie Abfassung des Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung
(2) Einberufung sowie Vorbereitung der ordentlichen und der außerordentlichen Generalversammlung in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung
(3) Aufbringung und Verwaltung des Vereinsvermögens
(4) Kooptierungen in den Vorstand
(5) Der Vorstand bestellt den Geschäftsführer / die Geschäftsführerin auf unbestimmte Zeit und beschließt die weitere Zusammensetzung des Office.

§ 14

Besondere Obliegenheiten der Vorstandsmitglieder

(1) Der Vorsitzende/Die Vorsitzende vertritt den Verein gemeinsam mit dem Geschäftsführer/der Geschäftsführerin nach innen und außen. Sämtliche Schriftstücke, aus denen dem Verein eine Verpflichtung erwächst, bedürfen der Unterschrift des Vorsitzenden/der Vorsitzenden und des Geschäftsführers/der Geschäftsführerin; bei finanziellen Verpflichtungen ist zusätzlich noch die Unterschrift des Finanzreferenten / der Finanzreferentin erforderlich. Bei Gefahr in Verzug ist der Vorsitzende/die Vorsitzende berechtigt, gegen nachträgliche Kenntnisnahme durch den Vorstand eine Dringlichkeitsentscheidung zu treffen. Der Geschäftsführer/Die Geschäftsführerin kann vom Vorsitzenden/von der Vorsitzenden bevollmächtigt werden, gewisse Schriftstücke in Eigenverantwortung zu unterschreiben.
(2) Die Führung der Geschäfte des Vereines obliegt dem Geschäftsführer/der Geschäftsführerin.
(3) Rechtsgeschäfte zwischen Vorstandsmitgliedern und Verein bedürfen der Zustimmung der Generalversammlung.
(4) Der Vorsitzende/Die Vorsitzende führt den Vorsitz in der Generalversammlung und im Vorstand, in dessen/deren Abwesenheit der Stellvertreter/die Stellvertreterin. Wenn auch dieser/diese verhindert ist, so führt der Geschäftsführer/die Geschäftsführerin den Vorsitz.
(5) Der Schriftführer/Die Schriftführerin führt die Protokolle der Generalversammlung und im Vorstand im Zusammenwirken mit der Geschäftsführung.
(6) Der Finanzreferent / die Finanzreferentin ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich und hat den Jahresvoranschlag und den Jahresabschluss zeitgerecht dem Vorstand samt Prüfvermerk der Rechnungsprüfer/der Rechnungsprüferinnen vorzulegen.

§ 15

Die Geschäftsführung

(1) Die Aufgaben der Geschäftsführung sind in einer von der Generalversammlung zu beschließenden Geschäftsordnung festzulegen.

§ 16

Die Rechnungsprüfung

(1) Die beiden Rechnungsprüfer/Rechnungsprüferinnen werden von der Generalversammlung auf die Dauer von drei Jahren bestellt. Wiederbestellung ist möglich. Vorstandsmitglieder können nicht zu Rechnungsprüfern bestellt werden.
(2) Den Rechnungsprüfern/Rechnungsprüferinnen obliegen die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Sie haben der Generalversammlung sowie jährlich dem Vorstand über das Ergebnis der Überprüfung mündlich sowie schriftlich zu berichten.
(3) Die Rechnungsprüfer/Rechnungsprüferinnen haben Sitz ohne Stimmrecht im Vorstand.
(4) Die Rechnungsprüfer/Rechnungsprüferinnen haben der Generalversammlung über das Ergebnis der Rechnungsprüfung zu berichten.
(5) Der Vorstand hat den Rechnungsprüfern/Rechnungsprüferinnen die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. (6) Rechtsgeschäfte zwischen Rechnungsprüfern/Rechnungsprüferinnen und Verein bedürfen der Genehmigung durch die Generalversammlung.
(7) Die Rechnungsprüfer/Rechnungsprüferinnen dürfen außer der Generalversammlung keinem anderen Organ des Vereines angehören.
(8) Im Übrigen gelten für die Rechnungsprüfer/Rechnungsprüferinnen die Bestimmungen des §12 Abs. 9 sinngemäß.

§ 17

Das Schiedsgericht

(1) Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist das vereinsinterne Schiedsgericht einzuberufen. Es ist eine „Schlichtungseinrichtung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und kein Schiedsgericht nach den §§ 577 ff ZPO.
(2) Das Schiedsgericht setzt sich aus drei Vertreter/Vertreterinnen der ordentlichen Vereinsmitglieder zusammen. Es wird derart gebildet, dass ein Streitteil dem Vorstand ein Mitglied des Schiedsgerichtes schriftlich namhaft macht. Über Aufforderung durch den Vorstand binnen sieben Tagen macht der andere Streitteil innerhalb von 14 Tagen seinerseits ein Mitglied des Schiedsgerichts namhaft. Nach Verständigung durch den Vorstand innerhalb von sieben Tagen wählen die namhaft gemachten Schiedsrichter binnen weiterer sieben Tage eine dritte Person zum Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Kann hierbei keine Einigung erzielt werden, entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.
(3) Die Mitglieder des Schiedsgerichts dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Streitigkeit ist.
(4) Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung ohne an bestimmte Verfahrensvorschriften gebunden zu sein, nach bestem Wissen und Gewissen und fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. (5) Der Beschluss des Schiedsgerichtes ist für alle Beteiligten vereinsintern endgültig.

§ 18

Auflösung des Vereines

(1) Die freiwillige Auflösung des Vereines kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Generalversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen der ordentlichen Mitglieder einschließlich des stimmberechtigten Vertreter/der Vertreter der außerordentlichen Mitglieder des Vereins beschlossen werden.
(2) Diese Generalversammlung hat auch – sofern Vereinsvermögen vorhanden ist – über die Liquidation zu beschließen. Insbesondere hat sie einen Liquidator/eine Liquidatorin zu berufen und Beschluss darüber zu fassen, wem dieser/diese das nach Abdeckung der Passiva verbleibende Vereinsvermögen zu übertragen hat. Dieses Vermögen soll den zum Zeitpunkt der Auflösung ordentlichen Mitgliedern zu gleichen Teilen für gemeinnützige Zwecke der Sportförderung zu Gute kommen.
(3) Der letzte Vereinsvorstand hat die freiwillige Auflösung binnen vier Wochen nach Beschlussfassung der zuständigen Vereinsbehörde schriftlich anzuzeigen. Er ist auch verpflichtet, die freiwillige Auflösung innerhalb derselben Frist in einem amtlichen Blatt zu verlautbaren.

Stand 1.1.2015

100% Sport